Die Entstehung des Buches „Die heilige Waffe“ (Teil 2)

Das Leben kann manchmal gewaltige Haken schlagen. Wenn man nicht aufpasst, kann man die besten Chancen verpassen.

Hätte mir jemand vor ein paar Jahren gesagt, dass ich einmal Abenteuerromane schreiben würde, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Aber wie so oft überrascht einen das Leben, oder in diesem Fall mein langjähriger Freund M.C. Roberts.

„Ich habe einen Roman angefangen und stecke etwas fest. Lies ihn und sag mir, was du davon hältst. Da du in deinem Leben so viele Filme und Serien gesehen hast, fällt dir vielleicht etwas Verrücktes ein, auf das ich nicht gekommen wäre“, erklärte mir M.C. eines Abends bei einem Glas Wein in unserem Wiener Lieblingsrestaurant.

Obwohl ich nicht der größte Leser bin und Hörbücher bevorzuge, nahm ich an diesem Abend ein PDF mit einem zu 70% fertigen Buch mit nach Hause.

Wenn ein Freund, Verwandter oder auch nur Bekannter eine verrückte Idee hat und um Hilfe bittet, vor allem wenn er meint, einen Roman zu schreiben, verdrehen viele die Augen.

„Du, ich habe ein Buch geschrieben…“

Da denkt man sich doch oft: Ja genau, weil die Welt auf ein Buch von dir gewartet hat.

Etwas überwältigt begann ich zu lesen und war zu meiner ehrlichen Überraschung sofort gefesselt.

Da war etwas!

Da war definitiv etwas, das ich mir am Anfang nicht erklären konnte. Der Held war kein Alkoholiker oder Krebskranker. Er hatte keine Probleme mit seiner Schwester, lebte nicht in Scheidung und musste sich neben seinem Abenteuer nicht mit den Banalitäten und Dramen des Lebens herumschlagen.

Der Held war James Bond, Ethan Hunt und Indiana Jones in einer Person. Und die Geschichte war „larger than life“ – genau wie ich es mag. Die Gefahr für die Menschheit war groß. Kurz gesagt, es las sich wie ein 200 Millionen Dollar teurer Hollywood-Action-Blockbuster, bei dem man nicht abwarten konnte, wie es weitergeht. Und man hoffte inständig, dass jemand dieses Buch verfilmen würde.

Die perfekte Abenteuergeschichte.

Das war genau das Richtige für mich. Seit ich denken kann, bin ich ein Film- und Serien-Freak, habe alles verschlungen, was Kino und Fernsehen zu bieten hatten und sogar selbst mit Drehbüchern für Kurzfilme und Konzepten für Musikvideos experimentiert. Herausgekommen sind zwei kleine Kurzfilme und fast 30 Musikvideos, aber das ist eine andere Geschichte.

Und dann war da plötzlich dieses Buch.

Nicht von Dan Brown oder Lee Child. Nein, mein Freund, den ich seit gut 30 Jahren kenne, legte mir ein Manuskript vor, das den Vergleich mit ‚richtigen‘ Büchern nicht zu scheuen brauchte. Ich hatte sofort Bilder vor Augen. Die Dialoge waren locker und witzig. Die Spannung baute sich Stück für Stück auf und ich wollte wissen, wie es weitergeht. Im Nu hatte ich das Buch durch.

Was soll ich sagen, ich war sofort Feuer und Flamme. Je mehr ich mich damit beschäftigte, desto mehr zog mich die Geschichte in ihren Bann und die Ideen sprudelten nur so aus mir heraus.

In meinem Kopf drehte ich schon den Film dazu.

Bei unserem nächsten Treffen spielte ich meine Ideen mit Händen und Füßen quasi vor und was soll ich sagen – sie kamen gut an. Natürlich nicht alle, denn ich hatte noch keine Ahnung von Storystrukturen, Plotpoints und der ganzen Mechanik eines Thrillers. Es war mehr aus dem Bauch heraus.
„Weißt du, was hier cool wäre…“

„Stell dir vor, dieser Hochgeschwindigkeitszug, den Tom in Rom nimmt, der wird von so einem geilen Superhelikopter verfolgt und während der Fahrt seilen sich die SWAT-Typen ab, in Hightech-Ausrüstung, und es gibt diese Sounddinger, mit denen sie alle Scheiben zerstören und ….“,

„Und dann, wenn sie von Malta fliehen, dann treffen sie im Mittelmeer auf einen Flugzeugträger und F-18 ….“.

„Und am Ende könnte Tom mit dem Wasserflugzeug …“, erklärte ich begeistert.

Und so ging es weiter. Jedes Mal, wenn ich eine Idee hatte, klingelte bei M.C. das Telefon und ich begann sofort, ohne Hallo zu sagen, zu erklären.

„STOPP, STOPP, STOPP!“, bremste er mich ein.

„Bitte, bevor du mir das jetzt im Detail erklärst, schreib die Szene doch selbst. Ich kann mir das jetzt sowieso nicht vorstellen“, war M.C.s knappe Antwort.

Aus unserem ersten Treffen wurden tägliche Telefonate.

Wir rollten die Geschichte neu auf, behielten, was funktionierte, ergänzten, schrieben um. Wir bauten neue Ideen ein, schrieben wieder um oder holten bereits gestrichene Szenen zurück.

Zu meiner Überraschung hielten sich die Überarbeitungen meiner Kapitel durch M.C. erstaunlich in Grenzen. Mein Selbstvertrauen, wirklich selbst zu schreiben, wuchs und ich fand sehr schnell großen Spaß daran. Nach und nach entwickelte sich eine gute Zusammenarbeit. Wir begannen sogar, uns gegenseitig zu editieren.

Und nach ein paar Wochen hatten wir einen fertigen Roman, der ziemlich umfangreich war und den wir toll fanden.

„Die heilige Waffe“ war fertig.

Aber was nun?

Dream Big, or go home

M.C., die treibende Kraft hinter allem, war und ist mir schon einige Schritte voraus. Geprägt von seinen erfolgreichen Online-Projekte hatte er sich bereits eine Strategie zurechtgelegt.

Cover – Marketing – Online-Werbung, …

Die Strategie stand, aber es fehlten noch die Einzelteile und hier konnte ich glänzen, da sich seit 20 Jahren Grafiker bin: Produktdesign, Buchtrailer, Rollups, Flyer, …. Für das erste Buch gab es einfach alles.

(Hier kannst du übrigens lesen, wie unsere Cover und unsere Trailer entstehen.)

Aber wir hatten immer noch unsere richtigen Namen.

Unser Motto „Popcorn-Kino zum Lesen“, auch wenn wir es damals noch nicht in genau Worte gefasst hatten, war tief in der DNA unserer Geschichte und unserer Erzählweise verankert. Unsere bürgerlichen Namen waren schlicht und ergreifend, nicht „cool“ genug dafür.

Wer will den schon etwas von Markus Cerenak und Reinhard Fenzl lesen…

M.C. hatte sein Pseudonym bereits gefunden und jetzt galt es auch für mich einen passenden Namen zu finden. Er sollte in Kombination mit Roberts, gut klingen und marketingtechnisch funktionieren.

Vor allem musste der Name auch auf Englisch funktionieren, denn M.C. hatte von Anfang an auch den englischen Markt im Visier. Aber dazu vielleicht später mehr.

Nach kurzer Suche war jedenfalls MACLAY gefunden und das Autorenduo ROBERTS & MACLAY geboren. Und rund 5 Jahren später sind eine ganze Menge spannender Bücher dazugekommen.

(Hier findest du übrigens den ersten Teil der Entstehungsgeschichte von „Die heilige Waffe“)

R.F. Maclay

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